Ausstreuen der Urnenasche in freier Natur

Grundsätzlich darf die Asche von Verstorbenen in der freien Natur ausgestreut werden. Es gilt dabei aber die kantonalzürcherische Bestattungsverordnung aus dem Jahr 2015 zu beachten.

Festgehalten ist darin, dass der Wille der oder des Verstorbenen zu berücksichtigen ist. Liegt keine explizite Willenserklärung vor, bestimmt diejenige Person, die der verstorbenen Person am engsten verbunden war. Falls keine Willenserklärung der verstorbenen oder einer mit ihr eng verbundenen Person vorliegt, oder Uneinigkeit herrscht, entscheidet die Gemeinde (BesV § 18 - 21).

Dies muss also zuerst geklärt werden bei der Frage, ob die Asche in der freien Natur ausgestreut werden darf.

Die Voraussetzungen für das Ausbringen von Kreamtionsasche ausserhalb von Friedhöfen, beispielsweise in der freien Natur, ist in § 29 der BesV festgehalten:

1 Urnen und Kremationsasche dürfen ausserhalb von Friedhöfen nur beigesetzt oder ausgebracht werden, wenn

a. die Bestimmungen des Forst-, Gewässerschutz-, Luftfahrt-, Bau- und Umweltrechts eingehalten werden,

b. Urnen und Kremationsasche nicht als solche erkennbar sind und nach kurzer Zeit nicht mehr wahrgenommen werden können.

2 Die Gemeinden können das Beisetzen von Urnen oder das Ausbringen von Kremationsasche ausserhalb von Friedhöfen einschränken oder verbieten, wenn sich dies störend auswirkt. Für Flächen des Kantons, insbesondere öffentliche Gewässer, ist die Direktion zuständig.

3 Das gewerbsmässige Beisetzen von Urnen oder Ausbringen von Kremationsasche ausserhalb von Friedhöfen ist verboten.

 

In der Begründung zur Bestattungsverordnung hält der Zürcher Regierungsrat dann fest: «Es ist … zu tolerieren, dass Angehörige in Einzelfällen Kremationsasche ausstreuen.»

Beachten Sie, falls das gewünscht wird, dass mit der neuen Bestattungsverordnung auch die Beisetzung der Asche in den dafür bestimmten Wäldern möglich ist.

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